(Ein Auszug, Stand 2011)
Leitspruch
Also lautet der Beschluss, dass der Mensch was lernen muss!
Dazu brauchen wir nicht nur Rechnen, Schreiben, Lesen,
sondern auch ein freundlich Wesen!
Lehrer, Eltern, Schüler können das
erreichen,
setzen wir gemeinsam Zeichen!
(frei nach Wilhelm Busch)
Pädagogische Leitgedanken
Leitgedanke LERNEN
· Wir sind eine lernende Schule, die auf neue Fragen Antworten sucht, aber auf Bewährtem aufbaut.
· Wir fördern eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten und leiten die
Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem Denken und Handeln an.
· Von den Schülern erwarten wir, dass sie dafür aufgeschlossen sind
und ihre Lern- und Leistungsbereitschaft einbringen.
· Erfahrungsorientiertes Lernen an außerschulischen Lernorten ist
für uns ein wichtiger Bestandteil.
Leitgedanke SOZIALES MITEINANDER
· Lehrer, Schüler und Eltern gestalten ihre Schule so, dass sie ein
Ort von gegenseitiger Achtung, Fairness und Lust am Lernen ist.
Zufriedenheit, Wohlbefinden und Gesundheit werden als grundlegende
Werte aller Beteiligten begriffen.
· Gewalt hat in unserer Schulgemeinschaft keinen Platz.
· Lehrer, Schüler und Eltern entwickeln gemeinsam die Schule zu
einem Ort des entspannten und offenen Lernklimas.
· Die Bereitschaft und Fähigkeiten zum konstruktiven Zusammenwirken
im Team sind wichtige Erziehungsziele in Schule und Elternhaus.
Entwicklungsvorhaben
Methodentraining
Begründung für diesen Entwicklungsschwerpunkt
Der Ausblick des
Schulprogramms vom 31. Mai 2007 ("Klippern in den Klassen 3/4
soll im Kollegium diskutiert werden."), das Ergebnis des
Schulinspektionsberichts vom Juni 2007 ("Es gibt keine
verankerten Angebote zum `Methodenlernen` und `Lernen lernen`.")
und die Zielvereinbarung mit der Schulaufsicht 2008/09 begründen den
Entwicklungsschwerpunkt Methodentraining.
"Methodenkompetenz
schließt ein, fachbezogene und fachübergreifende Lernstrategien,
Verfahrensweisen und Arbeitstechniken anwenden zu können (...)"
(s. RLP, S.7).
Mit Beginn des
Schuljahres 2008/09 wird Methodentraining durch einen
Schulkonferenzbeschluss ein Entwicklungsziel unserer Schule und in das
Schulprogramm aufgenommen.
Ziel
Das Methodentraining zielt darauf ab,
dass das Kollegium verschiedene Methoden verinnerlicht und diese
seinen Schülern nahe bringt. Der Unterricht ist auf das
eigenverantwortliche Lernen ausgerichtet.
Maßnahmen
Es
finden Seminartage für das Kollegium statt mit den
Schwerpunkten Wochenplanarbeit und Stationstraining.
Es finden Unterrichtsbesuche durch die
Schulleitung bzgl. der beiden Seminarschwerpunkte statt.
Es gab einen Studientag zum Offenen Unterricht . Dazu
wurden eigene Stationsarbeiten zum regen Praxisaustausch vorgestellt.
Jede
Lehrkraft führt im Schuljahr zwei Fortbildungen durch zum Thema Binnendifferenzierung.
Herr Stolzenberg
hat ihm Rahmen seiner PSE-Ausbildung drei Schulinterne
LehrerInnenfortbildungen (SchiLF) durchgeführt: Methodentraining ,
Kommunikationstraining und Teamentwicklung.
Evaluation
Die Förderung des Methodentrainings ist
eine langfristige Maßnahme. Daher sind kurzfristige Überprüfungen
nur begrenzt möglich.
Es wird erwartet, dass die Schüler durch
EVA (Eigenverantwortliches Arbeiten) in allen Fächern
selbstständiger sowie selbstbewusster auftreten und handeln. Des
Weiteren wird erwartet, dass die Methodenkompetenz der Schüler und
Lehrer bei der nächsten Schulinspektion besser bewertet wird.
Soziales
Lernen
Begründung für
diesen Entwicklungsschwerpunkt
Schulische Lernprozesse sind
untrennbar eingebettet in soziale Erfahrungen. Soziales Lernen findet
also immer statt, selbst
wenn man den Prozess nicht bewusst gestaltet.
Soziales
Lernen ist im Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Entwicklung und
der daraus resultierenden veränderten Kindheit zunehmend gefordert.
Je stärker
sich in der Gesellschaft Tendenzen zur Individualisierung und
Entsolidarisierung durchsetzen, desto notwendiger ist es, Soziales
Lernen in der Schule systematisch zu fördern.
Unsere Schule
soll ein Ort von gegenseitiger Achtung, Fairness, Respekt, Rücksicht
und Verantwortung sein.
Gemeinsam möchten
wir die Bereitschaft und Fähigkeit zum konstruktiven Zusammenwirken
stärken.
Ziele
Alle
Kinder werden bewusst mit dem Thema Soziales Lernen vertraut gemacht.
Sie
werden angeleitet demokratisch, fair, respektvoll und interkulturell
miteinander zu agieren. Regelbewusstsein und Gemeinschaftssinn sind für
uns wichtige Zielkompetenzen.
Maßnahmen
Äußere
Maßnahmen:
Rhythmisierung
- Gleitender
Schulanfang
- Blockstundenmodell
- JÜL
1-2
Innere
Maßnahmen:
- Offene
Unterrichtsformen
- Teamtraining
(geleitetes Training an mindestens zwei Tagen mit Übernachtung in Straußberg
mit Teamern [Kooperation]
) in
den 3. Klassen
- Kooperationsvertrag
mit „Wolf’s Erlebniswelt“
- Aufgrund
der Hallensituation wird im Zeitraum von den Herbstferien bis zu
den Osterferien die dritte Sportstunde
in den Klassen 4 – 6 für Soziales Lernen genutzt.
-
Klassensprecherwahl
ab Klasse 3
-
Wahl
eines Vertrauenslehrers
-
Entwickeln
und Festlegen von Klassenregeln
-
ein aktives Schülerparlament mit 2 "Assemblies" aller Schüler der
3.-6. Klassen
Evaluation
In
unseren Klassenleiterteams werden Erfahrungen regelmäßig
ausgetauscht. Zum Ende des Schuljahres erfolgt durch die
Klassenstufenteams eine Einschätzung der durchgeführten Maßnahmen
und der aktuellen sozialen Situation. Hier werden wichtige notwendige
Veränderungen und Ergänzungen festgelegt. Rückmeldungen der GEV und
des Hortes fließen ein.
Förderkonzept
Ziele
der Fördermaßnahmen
Allgemeine
Ziele
Aufgabe
unserer Schule ist es, die Schülerinnen und Schüler durch
differenzierte Lernangebote umfassend zu fordern und zu fördern.
Besondere Begabungen und Benachteiligungen sollen berücksichtigt
werden. Dabei sollen Lerntempo, Leistungsvermögen und Belastbarkeit
jeder Schülerin und jedes Schülers beachtet werden. (s. Schulgesetz
§14)
Ziele
der Förderung leistungsschwächerer Schüler:
·
Versuch
der Aufarbeitung fehlender Grundlagen
·
Unterstützung
bei der laufenden Stoffvermittlung
Ziele
der Förderung leistungsstarker Schüler:
·
Bearbeitung
von auch über den Rahmenplan hinausgehenden Themen und
Fragestellungen.
Maßnahmen
Folgende
Maßnahmen wurden in den einzelnen Klassenstufen ergriffen:
Klasse
1/2 Schulanfangsphase (SaPh)
Die
Bildung temporärer Lerngruppen stellt einen wesentlichen
Beitrag zur individuellen Förderung dar. Auf der Grundlage von
Lernstandsanalysen erhalten Kinder parallel oder auch zusätzlich zum
Unterricht gezielte Förderung durch Lehrer in den Bereichen:
·
Basisförderung
Mathematik
·
Basisförderung
Deutsch/Sprache
·
Basisförderung
Grob- und Feinmotorik
Zusätzlich
stehen 2 Stunden sonderpädagogischer Förderung pro Lerngruppe zur
Verfügung, die von einer Lehrerin in Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum
erteilt werden.
Lernstandsanalyse,
Lernprozessbeobachtung und Dokumentation sowie das Führen
individueller Lernpläne (z. B. Lerntagebücher) bilden die Grundlage
einer individuellen Förderung und werden im Schülerbogen abgeheftet.
Die
temporären Lerngruppen finden überwiegend in einem Raum statt, der
eigens dafür eingerichtet wurde und den Kindern eine angenehme Spiel-
und Lernatmosphäre bietet. Unser Förderraum trägt den Namen
„Oase“.
Für
die 2. Jahrgänge sind ebenfalls 2 Differenzierungsstunden pro
Lerngruppe fest vorgegeben, um frühzeitig Defizite aufzufangen.
Klasse 3-6
Für
die Schüler der Jahrgangsstufen 3-6 finden jahrgangsübergreifende temporäre
Lerngruppen statt. Es handelt sich hierbei um ein sog.
„Schwerpunktfördern“. Es wurde von den jeweiligen Fachkonferenzen
ein gemeinsames Curriculum für die Bereiche „Mathematik“ und
„Deutsch“ für die Klassenstufen 3-6 entwickelt. Die Förderstunden
liegen möglichst in der 0. Stunde
(7.30 Uhr – 8.15 Uhr). Dieses Lerntraining findet in folgenden Zyklen
statt: Schuljahresbeginn bis Herbstferien, Herbstferien bis
Halbjahr, Halbjahr bis
Schuljahresende. Auf einem gesonderten Vordruck werden die jeweiligen
Fördermaßnahmen dokumentiert und im Schülerbogen abgeheftet.
Leistungsfördern
( PLUS-Kurse ) erfolgt klassenübergreifend für die 3. bis 6. Klasse in
Mathematik sowie zusätzlich für die Klassen 5/6 in Deutsch und
Englisch: Pro Woche und Fach steht eine Stunde zur Verfügung, mit 12
Schülern pro Kurs. Ausnahme: In der 5. Klasse findet Leistungsfördern
Englisch zusätzlich zum Regelunterricht statt, so dass die Schüler 5
Stunden Englischunterricht statt 4 Stunden erhalten.
Sonderpädagogische
Förderung
Für
Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf (z.B. in den Förderschwerpunkten
Lernen und/oder emotional-soziale Entwicklung) gibt es einen
Stundenpool. Die Verteilung erfolgt nach pädagogischen
Erfordernissen. Die Integrationsstunden finden klassen-/jahrgangsübergreifend
parallel zum Unterricht statt. Für diese Schüler wird in Abstimmung
mit der Klassenkonferenz ein individueller Förderplan erstellt, der
die Lernausgangslage und die Fördermaßnahmen beschreibt sowie die
Ergebnisse engmaschig dokumentiert.
Lese-Rechtschreib-Schwäche
(LRS)
Eine
speziell dafür geschulte Lehrkraft begleitet die Schülerinnen und
Schüler während des gesamten Förderzeitraums. Die diagnostischen
Ergebnisse sind mit der jeweiligen Deutschfachlehrerin zu
dokumentieren und im Schülerbogen abzuheften. Dies gilt auch für
Art, Umfang und Dauer der Fördermaßnahmen. Zu Beginn und am Ende
eines Schuljahres erfolgt eine Überprüfung der Schülerinnen und Schüler
mit Hilfe der Hamburger Schreibprobe und anderer Testmaßnahmen.
Dyskalkulie
(Rechenschwäche)
Geschulte
Lehrkräfte führen Dyskalkulietests (z.B. DEMAT) durch und
entscheiden über die Einleitung einer Fördermaßnahme.
Dyskalkulie-Förderunterricht wird für die Klassenstufen 3 und 4
angeboten und findet in Einzelarbeit oder kleinen Schülergruppen
statt. Es werden losgelöst vom regulären Mathematikunterricht der
Klasse grundlegende mathematische Kenntnisse vermittelt. Dabei wird
der Zahlenraum bewusst klein gehalten, um durch regelmäßige
Lernerfolge das Selbstbewusstsein der Schüler zu stärken. Um größtmögliche
und anhaltende Lernerfolge zu erzielen, liegt der Schwerpunkt auf
„entdeckendem Lernen“ statt reinem Auswendiglernen. Umfang, Inhalt
und Erfolg der Maßnahmen werden am Ende des Schuljahres im Schülerbogen
dokumentiert. Ggf. wird der Dyskalkulietest wiederholt, um Lernerfolge
zu dokumentieren.
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